Weitere Informationen zu unseren Angeboten auf einen Blick:
Kriseninterventionsteam des ASB
Der klassische Rettungsdiensteinsatz sieht zwar rasche medizinische Hilfe für körperlich verletzte Personen vor, aber von dem Unglücksfall „nur“ indirekt betroffene Personen stehen mit ihrer seelischen Belastung am Rande des Geschehens, obwohl sie häufig ebenfalls dringendst Beistand benötigen. Das Kriseninterventionsteam bietet erste Hilfe für die Seele noch am Einsatzort.
Hilfe bedeutet auch unterstützen und begleiten
Ziel des Kriseninterventionsteams (kurz KIT) ist es, für Menschen in plötzlich auftretenden schwierigen Lebenslagen da zu sein und diese unterstützend zu begleiten. Dazu gehören Menschen nach dem Verlust eines nahen Angehörigen, suizidgefährdete Menschen, oder deren betroffenen Angehörigen, weitere Einsatzbeispiele sind:
- nach Unfällen Betreuung von direkt oder indirekt Beteiligten
- nach Gewalterfahrungen
- nach schweren Arbeits-, Schul- oder Freizeitunfällen
- bei der Überbringung von Todesnachrichten an Hinterbliebene (in Zusammenarbeit mit der Polizei)
Das Kriseninterventionsteam hat es sich neben der alltäglichen Arbeit eines Kriseninterventionsteams zur Aufgabe gemacht, sich den Besonderheiten derjenigen zu widmen, die auf Grund einer Behinderung, Alters oder Krankheit einen besonderen Hilfebedarf haben.
Wie funktioniert der Einsatz?
Die Alarmierung des KIT ist ausschließlich durch die Einsatzkräfte vor Ort, wie Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, über die integrierte Leistelle der Rettungsdienste möglich. 24 Stunden, täglich rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.
Im Interview mit NecTV stellt Heinz Rembor die Arbeit des KIT vor. Zum Video geht es hier.
Kriseninterventionsteam im Interview
Fortbildungsangebote
Unser Team
Heinz Rembor
- staatlich anerkannter Rettungsassistent
- Diplom Sozialpädagoge (FH)
- Ausbildung Krisenintervention im Rettungsdienst 1999
- Abschluss Basisausbildung KIT
- seit 2008 Leiter KIT
- Mitglied im ASB seit 1973
Rainer Schreier
- staatlich examinierter Krankenpfleger
- Fachwirt für soziale Dienstleistungen
- Abschluss Basisausbildung Krisenintervention 2009
- Mitglied im ASB seit 1984
Florentina Paluschek
- Dipl. Psychologin
- systemische Therapeutin
- Vollausbildung PSNV-B in 2020
- Mitglied im ASB seit 2019
Gerald Jose
- Dipl. Theologe und Dipl. Psychologe
- Grundkurs Krisenintervention
- Ausbildung klinische Seelsorge
- Mitglied im ASB seit 2012
Kerstin Hutterer
- staatlich anerkannte Kinderpflegerin
- Ausbildung Realistische Unfalldarstellung
- Abschluss Basisausbildung KIT 2009
- Mitglied im ASB seit 1988
Cornelia Zeitz
- Sozialpädagogin (FH)
- Abschluss Basisausbildung Krisenintervention 2015
- Abschluss Grundkurs "Begleitung von Einsatzkräften" 2014
- Mitglied im ASB seit 2013
Cornelia Florschütz
- staatlich examinierte Krankenschwester
- staatlich anerkannte Rettungsassistentin
- Ausbilderin für Sanitätsdienst und Erste Hilfe
- Abschluss Basisausbildung KIT 2019
- Mitglied im ASB seit 2002
Menschen mit besonderem Hilfebedarf
Der Arbeiter–Samariter–Bund e.V. nimmt als Hilfsorganisation seit mehr als 120 Jahren Einfluss auf das soziale Geschehen in Deutschland. Er stellt sich den politischen und demographischen Herausforderungen. Um im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) eine Harmonisierung herzustellen, war der ASB einer der Unterzeichner des Konsensuspapiers vom November 2010.
Die demographische Entwicklung macht nicht nur in Bayern eine Erweiterung des Leistungsangebots auch im Bereich der PSNV notwendig, die sich aus den speziellen Anforderungen von Menschen mit einem besonderem Hilfebedarf ergibt. Durch Vorlage dieses Konzepts übernimmt der ASB Verantwortung für die Ausbildung der operativen Kräfte in der PSNV. Die Umsetzung dieser Konzeption erfüllt darüber hinaus die Forderungen der UN-Konvention. Ziel ist eine Kompetenzerweiterung, um den Anforderungen gerecht zu werden, die in der Akutphase der Krisenintervention bei Menschen mit besonderem Hilfebedarf notwendig sind. Die Ursache der Hilfebedürftigkeit darf nicht im Vordergrund stehen.
Die Kompetenzerweiterung erstreckt sich auf die
- kognitive,
- emotionale, und
- soziale
Kompetenz.
Die Fortbildung versteht sich als Ergänzung zu den Anforderungen des Konsensuspapiers und ersetzt diese nicht. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine passgenaue Übergabe an andere Organisationen (z. B. OBA – Offene Behindertenarbeit) zur weiterführenden Betreuung herzustellen.
Durch die Unterstützung der AKTION MENSCH konnte eine Handreichung veröffentlicht werden (Krisenintervention bei Menschen mit besonderem Bedarf, ISBN: 978-3-8391-7422-7).
Des Weiteren wurde ein Forschungsbericht in Kooperation mit der Aktion Mensch sowie der Hochschule Coburg zur Ermittlung des Einsatzvorgehens bei Menschen mit besonderem Bedarf erstellt.
Beratungsstelle für Menschen mit einem besonderen Hilfebedarf
Seit 2019 engagiert sich das KIT, dank einer Projektförderung durch die Ehrenamtstiftung Bayern, als Beratungsstelle. Wir untersützen und Schulen Einsatzkräfte und Organisationen im Umgang mit Menschen mit einem besonderen Hilfebedarf.
Ansprechpartner
Heinz Rembor
Tel.: 09568 / 929-0
Fax: 09568 / 929-222
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